Industrielle Oberflächentechnik für belastbare Bauteile.
Nasslackierung, Pulverbeschichtung, Strahltechnik und Entlackung für Schienenfahrzeuge sowie Bauteile aus Maschinen-, Anlagen- und Metallbau – von der Oberflächenvorbereitung bis zur dokumentierten Endprüfung, nach Zeichnung und Kundenspezifikation.
Vier Verfahren. Durchgängige Verantwortung für die Oberfläche.
Eine belastbare Beschichtung beginnt nicht mit dem Farbauftrag, sondern mit der fachgerechten Vorbereitung des Untergrunds. PICTUM verbindet Entlackung, Strahltechnik, Nasslackierung und Pulverbeschichtung zu abgestimmten Prozessketten – abhängig von Werkstoff, Ausgangszustand, Bauteilgeometrie und späterer Beanspruchung, einschließlich definierter Prüf- und Dokumentationsanforderungen.
ICE-Front · Decklack in Hochglanz
Industrielackierung nach Kundenspezifikation
Ein- und mehrschichtige Beschichtungsaufbauten für Komponenten, Baugruppen und komplette Fahrzeugfronten. Beschichtungssystem, Untergrundvorbereitung, Sollschichtdicke und Farbton werden entsprechend der technischen Vorgabe ausgeführt – für nicht transportfähige Bauteile auch mit mobiler Anlagentechnik einschließlich Einhausung beim Kunden.
- Max. Bauteillänge
- bis 30 m
- Farbsysteme
- RAL · NCS · DB · Sonder
- Prüfmöglichkeiten
- Schichtdicke · Gitterschnitt · Glanzgrad
Pulverauftrag in unserer Kabine
Pulverbeschichtung für Stahl- und Aluminiumbauteile
Abhängig von Werkstoff, Vorbehandlung, Pulversystem und Einsatzbedingungen lassen sich hohe mechanische Beständigkeiten sowie ein dauerhafter Witterungs- und Korrosionsschutz erzielen. Für definierte Anwendungen im Schienenfahrzeugbereich verfügt PICTUM über die DB-Beschichterqualifikation nach DBS 918340.
- Kabinen-/Ofenmaß
- 6 × 2,5 × 2 m
- Farbtöne
- RAL · NCS · DB · Sonder
- Qualifikation
- DBS 918340
Freistrahlanlage · Großbauteile bis 30 m
Strahlen und Oberflächenvorbereitung bis Sa 2,5
Abrasive Entfernung von Korrosion, Zunder, Altbeschichtungen und Verunreinigungen bis zum geforderten Oberflächenvorbereitungsgrad. Für empfindliche oder bereits beschichtete Oberflächen steht das Sweepen als angepasstes Verfahren zur Verfügung – stationär in der Freistrahlanlage oder mobil beim Kunden.
- Freistrahlanlage L×B×H
- 30 × 6 × 6 m
- Oberflächenvorbereitung
- bis Sa 2,5 · Sweepen
- Ausführung
- Stationär & mobil
Entlackt · bereit zur Neubeschichtung
Werkstoffangepasste Entlackung für Bauteile und Betriebsmittel
Vorhandene Lack- und Pulverbeschichtungen werden abhängig von Grundwerkstoff, Beschichtungssystem, Bauteilgeometrie und nachfolgender Bearbeitung chemisch oder thermisch entfernt – als Einzelauftrag oder als wiederkehrender Prozess für Vorrichtungen, Traversen, Gehänge und Gestelle.
- Verfahren
- chemisch & thermisch
- Max. Bauteilmaß
- ca. 8 × 2,5 × 3 m
- Abwicklung
- Einzel-, Serien- & Rahmenaufträge
Aus der laufenden Fertigung.
Keine Hochglanzinszenierung, sondern reale Arbeitsschritte: Aufnahmen von Bauteilen und Fahrzeugkomponenten aus laufenden Kundenprojekten – von der Vorbereitung bis zum Beschichtungsauftrag.
Beschichtet in Hennigsdorf – unterwegs auf der Schiene.
Oberflächentechnik für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Unsere Verfahren kommen dort zum Einsatz, wo Oberflächen technische, optische und wirtschaftliche Anforderungen dauerhaft erfüllen müssen.
Schienenfahrzeugindustrie
Beschichtung und Oberflächenvorbereitung von Fahrzeugkomponenten, Baugruppen und Großbauteilen für OEMs, Zulieferer und Instandhaltungsbetriebe – nach Kunden-, Zeichnungs- und Qualitätsvorgaben, für definierte Anwendungen qualifiziert nach DBS 918340.
Maschinen- und Anlagenbau
Nasslackierung, Pulverbeschichtung und Oberflächenvorbereitung für Rahmen, Gehäuse, Maschinenbauteile, Stahlkonstruktionen und Serienteile – von funktionalen Schutzbeschichtungen bis zu Oberflächen mit hohen optischen Anforderungen.
Metallbau, Bau und Architektur
Beschichtung von Stahl- und Aluminiumkonstruktionen für Innen- und Außenanwendungen. Beschichtungssystem und Vorbehandlung werden auf Werkstoff, Beanspruchung und gewünschtes Erscheinungsbild abgestimmt.
Gewerbliche Einzelteile und Kleinserien
Einzelbauteile, Kleinserien und wiederkehrende gewerbliche Aufträge werden in unsere Fertigungsprozesse integriert. Auch Privatkunden können ausgewählte Bauteile zur Beschichtung oder Aufarbeitung anfragen.




Foto Werklok „Hennigsdorf": Jörg Fuhrmann (Intermerker), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Referenzprojekte aus unserer Fertigung.
Von Serienkomponenten und Fahrzeugfronten bis zu kompletten Zugköpfen und Arbeiten unmittelbar am Fahrzeug – die Auswahl zeigt das Spektrum und die Bauteildimensionen, die am Standort Hennigsdorf und mit mobiler Anlagentechnik bearbeitet werden. Aufgrund bestehender Vertraulichkeitsvereinbarungen veröffentlichen wir nicht alle Kundennamen und Projektinformationen; weiterführende Referenzen stellen wir bei berechtigtem Interesse gern im direkten Austausch vor.














Qualität ist ein definierter Prozess.
Oberflächenqualität entsteht durch reproduzierbare Prozesse, geeignete Prüfverfahren und nachvollziehbare Dokumentation – von der Prüfung der Anforderungen über die Fertigung bis zur Endkontrolle.
ISO 9001:2015
Das Qualitätsmanagementsystem umfasst die relevanten Prozesse von der Auftragsannahme und Arbeitsvorbereitung über die Fertigung bis zur Endprüfung. SE-Cert, gültig bis 01/2027.
Zertifikat ansehen (PDF)DBS 918340 · Aluminium
Qualifikation für Pulverbeschichtungen auf Aluminium für definierte Anwendungen im Innen- und Außenbereich von Schienenfahrzeugen.
Nachweis auf AnfrageDBS 918340 · Stahl
Qualifikation für Pulverbeschichtungen auf Stahl für definierte Außenanwendungen im Schienenfahrzeugbereich.
Nachweis auf AnfragePrüfen statt behaupten: Abhängig von Auftrag und Spezifikation prüfen und dokumentieren wir relevante Qualitätsmerkmale der ausgeführten Beschichtung – unter anderem Schichtdicke, Haftfestigkeit (Gitterschnitt), Glanzgrad, Farbton und Oberflächenzustand. Prüfumfang, Sollwerte und Dokumentation richten sich nach den vereinbarten Anforderungen. Mehr zu Qualität und Prüfverfahren →
Oberflächentechnik mit industrieller Tradition in Hennigsdorf.
Der Standort Hennigsdorf ist seit mehr als einem Jahrhundert mit dem Schienenfahrzeugbau verbunden – die Lackierung von Bauteilen und Baugruppen hat hier jahrzehntelange Tradition. Seit der Ausgliederung der Kleinteillackierung 1999 arbeitet der Betrieb eigenständig am Standort, seit 2017 als PICTUM Oberflächentechnik GmbH. Dieses industrielle Prozesswissen führen wir mit moderner Anlagen- und Verfahrenstechnik fort.
- Schienenfahrzeugbau am Standort
- seit 1913
- Kleinteillackierung
- seit den 1940ern
- Eigenständig
- seit 1999
- Als PICTUM
- seit 2017
- Freistrahlanlage
- 30 × 6 × 6 m
Kompletter Zeitstrahl 1910 – heute
Die AEG kauft das Gelände – und baut zuerst eine Lackfabrik
Emil Rathenau erwirbt rund 5,6 Quadratkilometer in Hennigsdorf und Nieder-Neuendorf. Zu den ersten Anlagen gehören neben der Porzellanfabrik eine Öltuch- und Lackfabrik. Oberflächentechnik ist am Standort älter als der Lokomotivbau.
Der Lokomotivbau beginnt
Ende 1913 wird der Grundstein für die Lokfabrik gelegt, im Frühjahr 1914 werden die ersten normalspurigen Elektrolokomotiven endmontiert. Hennigsdorf wird zur Stadt des Schienenfahrzeugbaus.
200 km/h – die 05 002
Die in Hennigsdorf gebaute Stromlinien-Dampflokomotive 05 002 fährt Weltrekord. In denselben Jahren verlassen die Schnellzuglokomotiven E 18 und E 19 das Werk.
VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke
Nach Zerstörung und Demontage nimmt das Werk als LEW den Betrieb wieder auf. In den folgenden Jahrzehnten entstehen hier die Baureihen E 11, E 42, V 60, V 100 und 250 – Fahrzeuge für die Deutsche Reichsbahn und für den Export.
Die Kleinteillackierung entsteht
Mit dem Wiederanlauf der Fertigung wird die Lackierung von Kleinteilen und Baugruppen zum festen Bestandteil des Werks. Diese Tradition reicht ununterbrochen bis heute.
AEG, Adtranz und die letzte Lokomotive
1992 übernimmt die AEG ihr früheres Werk zurück, 1996 geht der Schienenfahrzeugbau in Adtranz auf. Am 24. Mai 1998 verlässt mit 145 010 die letzte in Hennigsdorf gebaute Elektrolokomotive das Werk. Der Standort richtet sich auf Triebwagen aus.
Aus dem Werk heraus in die Eigenständigkeit
Adtranz gliedert den Betriebsteil Kleinteillackierung aus. Die Loll Entlackungs- und Pulverbeschichtungs-GmbH gründet daraus die Betriebsstätte Kleinteillackierung Hennigsdorf. Gebäude, bauliche Anlagen und Ausrüstungen werden zur Nutzung übertragen – und die bisherige Belegschaft wird übernommen. Damit bleibt das Know-how im Haus, während die Prozesstechnik umfassend modernisiert wird.
Bombardier übernimmt den Standort
Aus Adtranz wird Bombardier Transportation. Es folgen U-Bahnen für die BVG, S-Bahnen der Baureihen 422 und 430, Straßenbahnen für Berlin, ab 2008 der Talent 2 und ab 2010 die ICE-4-Kooperation mit Siemens.
PICTUM Oberflächentechnik GmbH
Der Hennigsdorfer Betrieb firmiert seit 2017 als PICTUM Oberflächentechnik GmbH – am selben Platz, in Gebäude 100 auf dem Werksgelände. Lackieren, Pulvern, Strahlen und Entlacken kommen unter einem Dach zusammen.
Alstom
Der Standort geht an Alstom über und wird als Entwicklungs- und Servicestandort aufgestellt. Instandhaltung und Modernisierung rücken in den Mittelpunkt – Aufgaben, bei denen die Oberfläche entscheidet.
Vier Verfahren, ein Standort, geprüfte Qualität
Wir arbeiten nach ISO 9001:2015 und mit DB-Beschichterqualifikation nach DBS 918340 – für Schienenfahrzeuge, Industrie, Gewerbe und Privatkunden. Produktion von 06:00 bis 23:45 Uhr, dokumentiert von der Anlieferung bis zur Endkontrolle.
Anlagen, Beschichtungssysteme und Qualitätsanforderungen haben sich über Jahrzehnte verändert. Geblieben ist das Prozesswissen aus Jahrzehnten der industriellen Oberflächenbehandlung – von der fachgerechten Vorbehandlung bis zur dokumentierten Endprüfung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Werkstoff, Vorbereitung, Beschichtungssystem, Verarbeitung und Prüfung.
Fachkräfte für Oberflächentechnik gesucht.
Wir suchen Lackierer, Pulverbeschichter, Strahler und geeignete Quereinsteiger für unsere Fertigung in Hennigsdorf. Entscheidend sind handwerkliches Verständnis, Qualitätsbewusstsein und die Bereitschaft, industrielle Beschichtungsprozesse zuverlässig umzusetzen.
Technische Anfrage stellen.
Für eine belastbare Kalkulation senden Sie uns – soweit vorhanden – Zeichnung, Werkstoff, Abmessungen, Stückzahl, gewünschtes Beschichtungssystem bzw. Spezifikation und den geplanten Liefertermin. Auf dieser Grundlage prüfen wir die technische Umsetzbarkeit und erstellen ein konkretes Angebot.
Anschrift
PICTUM Oberflächentechnik GmbH
Am Rathenaupark, Gebäude 100 (Alstomgelände)
16761 Hennigsdorf
Direktkontakt
Zeiten